KNAPPENSEE REBELLEN E.V.
Bürgerinitiative Knappensee im Bündnis mit den Betroffenen des Silbersees
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Aktuelles
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Verein: Knappenseerebellen e.V. Koblenzer Hauptstraße 8 02999 Knappensee-Koblenz
Vorsitzender: Werner Petrick Projektleiter aus Bautzen Stellvertreter: Axel Schneider Dipl.-Ing. aus Bautzen Schatzmeisterin: Ursula Röder Rechtsanwältin aus Bautzen
TERMINE
Vorstand Werner Petrick (Vorsitzender) Axel Schneider (Stellv. Vorsitzender) Ursula Röder (Schatzmeisterin)
Bankverbindung: comdirect IBAN: DE22200411440133749200 BIC: COBADEHD044 Vereinsregister AG Dresden: VR 6860
Klartext 2018 und 2019 Klartext 2018 und 2019
01.04.2021 Saisonbeginn Campingplatz Koblenz
Klartext 2020 Klartext 2020
REBELLEN _ Klartext 01 / 2021 : ... vor Ort ... Seit seiner Entstehung, nach 1945, ist der See von Angel-und Wassersportlern, Kanuten, Seglern, Campern, Urlaubern, Anwohner, Tages- und Badegästen, Schwimmern, Sporttauchern, FKK-Fans, den Siedlern mit Ihren Wochenendgrundstücken sowie Hotel-und Pensionsgästen geprägt. Viele haben über Jahrzehnte den See nahen Bereich mit unbezahlter Arbeit gestaltet und eine Gemeinschaft von Natur und Mensch geschaffen, die bis 2014 hielt. Am Wochenende zählte man 6...10 Tausend Leute, insge- samt. All jenen haben die "Sanierer" ein großes Stück Zeit am See gestohlen. Die gelogene Bauzeit von 3 Jahren und die widerrechtliche Anwendung des Polizeirechtes brachte die Vollsperrung des Sees. Ab April 2014 sind für die Nutzer Spaß, Investitionen, Weiterentwicklung und persönliche Zufrieden- heit weit weg. Das gesamte Seeufer ist vernichtet und muss neu aufgebaut werden. Der Baumbestand wurde abgeholzt. Nach 70 Jahren Nutzung blieb ein vegetationsloser Uferstreifen. Dieser braucht wieder mindestens 20 Jahre, um entfernt an die Gegebenheiten vor der Kaputt - Saniererei anzuknüp- fen. Bis 2022 setzt sich die LMBV " die Weiterführung der geotechnischen Sicherung am Knappen- see " als Schwerpunkt, eine "Wundversorgung" des Sees ist noch nicht erkennbar. Auch die touristische Infrastruktur ist auf der gesamten Uferlänge zerstört. Von den etwa 10 Ferien- objekten (Bungalows, Hotel, Ferienheime,Campingplätze) wird ein Bruchteil wieder errichtet. Dafür müssen die Gemeinden,Vereine und sonstigen Eigentümer auch noch 15% der Kosten tragen. Dank der Gefahrenabwehr. Neue gesetzlichen Rahmenbedingungen sollen es richten. Bestandschutz ? Schwierig zu machen, aber möglich. Ablesbar am Vorgang "Knappenhüttensiedlung". Investitionen zur Erhaltung von noch Bestehendem, wie dem Campingplatz Koblenz, dem Rutschenpark Groß Särchen und der Erschaffung von Neuem, werden wohl erst nach der endgültigen Seefreigabe erfolgen. Erst dann ist mit Geldern, die von den "Sanierern" bereitgestellt werden, zu rechnen. Die Nutzer werden auf eine neue Geduldsprobe gestellt - die ungeliebten Geister der vergangenen 10 Jahre haben nun die Zukunft des Sees mit zu gestalten. Irre. Durch den permanent präsenten Zaun war die Freiheit am See für die Dagebliebenen mit Garten , den Campern und Anwohnern beachtlich gemindert. Die lange Jahre dauernde Arbeit, die viel zu geringe Zahl Rüttler, verbunden mit Lärm und Abgasgestank, war ätzend. Und das 6 Tage die Woche. Nur mit dieser Fehlplanung und einer unsinnigen Sanierungstechnologie war die inzwischen über 10 Jahre währende Bauzeit überhaupt zu erreichen. Dafür haben wir aber gleichzeitig 3 Bauleitungen mit unserem Steuergeld finanziert. Die Abwehr einer nicht vorhandenen Gefahr wird 200 Mill. € kosten, uns Sachsen davon 40 Mill. € mehr als nötig. Ein Desaster. Für die verbliebenen Nutzer haben insbesondere die Gemeinde Lohsa und die Bewirtschafter der Freizeit - und gastronomischen Einrichtungen, einschließlich des Campingplatzes Koblenz, gesorgt. So funktionierte der minimale Rest der Legende "Knappensee" . Wir hoffen , dass auch die erlösende Seefreigabe zum 01.04.2022 klappt. Allen, die bei einem Besuch und Spaziergang neugierig und entsetzt zugleich, durch den Zaun, auf den See Ihrer Jugend oder Gegenwart geschaut haben oder das noch tun, soll der Anblick der bleibend unversehrten Inseln etwas Trost spenden. Diese Insel - Kehrtwende der Sachverständigen wünschen wir uns noch öfter, ohne den kommenden Eröffnungen des Sees vorzugreifen.
Januar 2021
Zwischenruf Silbersee Zwischenruf Silbersee
20 22 - Beginn der Wiedergutmachung ?
1 . Die Bergbausanierung kostet von 1991 bis 2022 etwa 12 Mrd. € Steuern. Geld vom Bund gibt es dazu für bergrechtliche Pflichtaufgaben (75%) und für Projekte aus dem Grundwasserwiederanstieg (50%). 2 . Mit der Finanzierung der Knappenseesanierung als "Gefahrenabwehr wegen Grundwasserwiederanstieg" braucht der Bund 40Mio.€ weniger zu geben. Sachsen ist also mit 40Mio.€ bei seinen Bürgern in der Schuld. Auch die Entschädigung der Eigentümer am See zum Zeitwert, nicht ,wie im Bergrecht, zum Neuwert ergibt sich daraus. Überdies werden Projekte von Neu- oder Ersatzbauten der Gemeinden und Anderer, nach 10 Jahren Sanierer- Bauzeit, nicht zu 100% gefördert. 3 . Der Natur-und Umweltschutz konnte durch die Gefahrenabwehr ausgeblendet werden, eine Umweltverträglich- keitsprüfung wurde nicht durchgeführt. Der gesamte 80-järige Uferwald am See ist abgeholzt. 4 . Die komplette Uferbebauung am See, einschließlich Infrastruktur und Wald ist zerstört. Davon betroffen sind u.a. Rundweg, Campingplätze, Vereinszentrum, Hotel, Gaststätten, Siedlung Knappenhütte, Bungalowsiedlung Maukendorf, Rutschenpark Groß Särchen und Gartenanlage Neubuchwalder Bucht. Eigentümer müssen sich mit den gleichen Staatsakteuren zu ihren Aufbau-Problemen plagen, bis wieder Normalzustand erreicht ist. Fazit: Missbrauch des Polizeirechtes Gefahrenabwehr, Verschleuderung von Steuergeld, Benachteiligung sächsischer Bürger, Manipulation von Algorithmen und Gesetzen, Schädigung der Umwelt und vernachlässigte Aufsicht beim Bau sind einige der Lasten, die die sächsische Regierung trägt. Die umfassende Wiedergutma- chung ist deshalb Pflicht für die Verursacher. Wir verstehen darunter z.B.: Allgemeine Aufgaben der Sanierer: - sofortige,unbürokratische und angepasste Regelung von noch offenen Entschädigungen und Leistungen (Liste der Eigentümer veröffentlichen und Lösung kontrollierbar gestalten), noch 2021 - Übernahme der kompletten Kosten für erforderliche Neu-und Ersatzbauten zu 100% durch das Land. - Übernahme von nötigen Betreiber-Zuschüssen durch das Land für mindestens 10 Jahre, z.B. für Rutschenpark Groß Särchen und Flächencampingplatz Koblenz/Knappenrode bei Erfordernis. - Verlängerung der Gewährleistung für die LMBV auf 10 Jahre , ab Komplettübergabe. - Entschädigung der Grundstückseigentümer am See und der verbliebenen Camper für die angezeigte Verlänge- rung der Bauzeit bis 2025. Fragen zur Projektgestaltung, vorbehaltlich der Veröffentlichung des B - Planes: - Wird der Fuß -/ Radweg im See nahen Bereich wieder hergestellt ? - Erfolgt die Reparatur und Ertüchtigung des Rutschenparkes Groß Särchen als Attraktion , mit Seeanbindung,? - Die LMBV leistet nur eine Grünflächen - Ansaat an den "neuen" Ufern. Hier standen fast 80 jährige Bäume. Wird am gesamten Ufers eine Ersatzpflanzung mit größeren Bäumen ausgeführt und vorher, 2021, so geplant? - Wird das Seeumfeld als naturbelassener See zur Erholung gestaltet,werden Sanitäreinrichtungen, Infratruktur und sonstige Bauwerke kurzfristig in einen Top-Zustand versetzt ? . - Werden für die Feuerwehr Löschwasserentnahmestellen am See eingerichtet ? - Wie sieht die Gestaltung des Campingplatz - Systems aus ? Flächencampingplatz ,keine Parzellen. - Wird der Wegfall des Standortes Knappenrode geprüft, da Erschließung, Zugang und Parkplatz vorhanden war ? - Wird Wegfall des Campingplatzes Ostufer Koblenz geprüft, da dieser für einen Flächen-Campingplatz bestimmt notwendig ist ? - Wird die Lage des Badestrandes um die Mündung des Koblenzer Grabens geprüft,da dies die Seeschmutzecke ist, einen Teil-Verbau mit Wasserbausteinen erhält und erhebliche Pflege beim Betrieb erfordert. 1/1 März 2021
REBELLEN _ Klartext 03 / 2021 : Erdrutsch 11.03.2021
Der Arbeitsort des Braunkohlesanierers ist von geotechnischen Ereignissen, landläufig Rutschungen, geprägt. Im Lausitzer Revier sind, nach mehr als 10 Jahren, immer noch 20.000ha Land deswegen gesperrt. Der Knappensee hatte seine letzte Rutschung vor dieser, 1941 ,als noch Kohle gefördert wurde. In den letzten 70 Jahren war am See alles stabil. Einzelbeispiele sind am Graureihersee (2004) ,am Silbersee (2012) ,am Senftenberger See (2020) und am Concordiasee Nachterstedt (2016) zu nennen. Die winzigen Böschungsabbrüche auf Grund untauglicher Sanierungstechnologie am Knappensee sind keine, die zu vermelden wären. Überall wendete man die Rütteldruckverdichtung zur Stabilisierung der Kippenböschungen an. Auch am Knappensee , obwohl dadurch das gesamte Ufer, bebaut mit touristischer Infrastruktur, geschliffen wurde, einschließlich des Waldes. Für 8 km Ufer eine kalkulierte Bauzeit von 8 Jahren, reiches armes Deutschland, das ergab Knete. Der Eintrag von Rüttelenergie bis in 30m Tiefe (Knappensee), zur Sohle der Tagebaue, bekommt diesen offensichtlich nicht so gut. Niemand kann zu dem so richtig sagen, was mit den locker gelagerten tiefen Schichten des unter Wasser liegenden Abraums der Gruben so passiert. Ist ja weit unten und die Ablagerung 70 Jahre her. Am Knappensee gab es einen ufernahen Ort, da war die Kippe etwa 20 m über dem Wasserspiegel aufgeschüttet. Sonst sind alle Uferböschungen so 2 bis 3m Hoch. 20m ergab eine zu hohe Belastung der Kippe in den tieferen Schichten, die Kippe war da zu fest, könnte man auch sagen. Anomalien "müssen" beseitigt werden, auch nach Jahrzehnten langer Bewährung. Gedacht ,getan , die "Hochkippe" wurde abgetragen. Man fuhr munter mit 30-Tonner-Dieseln in Kolonne darüber . Uns Campern war verboten mit dem PkW im gleichen Bereich zu fahren , da "Rutschungsgefahr". Und promt klappte es dort. Ohne Verluste an Mensch und Technik erschien ein Abbruch der Böschung wie das Video es fast nicht besser zeigen konnte, bei der Arbeit mit 3 Baggerplattformen. Etwa 10 Minuten dauerte das Spektakel. Die verdrängten Wassermassen lösten eine am gegenüberliegenden Ufer auflaufende Welle von etwa 1,5 Metern aus. Zum Glück kam es zu keinem Personenschaden. Die Welle wurde von den Massivge- bäuden der Wasserrettung und des nebenan liegenden Segel-Clubs gebremst. Ohne sich zu bremsen oder mal nachzudenken wie man das Desaster (schnell) beseitigt, tönte der Vertreter des Sächsischen Oberbergamtes bereits am 12.03.2021, das die Öffnung des Knappensee zur Saison 2022 nicht möglich wäre. Darauf haben wir schon gewartet.
REBELLEN _ Klartext 04 / 2021 : Sankt - Nimmerleins -Tag oder Sanierungs - Tempo bis 2022 ? Bauarbeiten am See hatten am 11.3.2021 ein Setzungsfließen erheblichen Ausmaßes ausgelöst. Von Nichts kommt Nichts, könnte man meinen. Aber propere Lokalpolitiker meldeten sich sofort zu Wort: Also, da war es schon immer gefährlich, obwohl sie vielleicht in jungen Jahren selbst im See badeten. Warum sackt, rutscht oder fließt eine Böschung ,70 Jahre stabil, von einer Hochkippe (15-20m) über Seespiegel, in aller Ruhe aus ? Das Hochkippen-Areal am Ostufer liegt zwischen Knappen- und Grau- reihersee. Es ist im Gleichgewicht. Der Grundwasserwiederanstieg ist 1953 abgeschlossen. Um 2000 arbeitete man daran alle Graureihersee-Böschungen zu sanieren. Letztlich wurden die an der Straße Koblenz-Knappenrode nicht behandelt, vielleicht zu aufwändig oder schon 1946 erledigt? Danach nahm das geplante Desaster langsam seinen Anfang. Ohne Grund wurde auf der Innenkippe 3 Restlöcher beseitigt, die nach Meinung der kundigen Altvorderen, zur Entwässerung der Kippe dienten. An einem davon, am Restloch Koblenzer Straße, sackte 2004 ein Bagger ein und etwas später setzte sich die Straße durch ein Setzungsfließen in Bewegung. Sie floss in den Graureihersee, auf dessen noch unbearbeiteter Seite. Ein anderes Restloch lag am Fuße der Hochkippe und ist nach dem Verfüllen durch rütteln verdichtet worden. In den Untergrund der Kippe wurde so mit der Rüttelei erhebliche Energie eingetragen. Der Baubeginn am Knappensee stört die Grundwasserbewegung durch die geschaffenen Rütteldämme. An der Sandbank vor dem Ostufer werden Massen aus der Ausbaggerung der Ufer verklappt. Die volle Beseitigung des stabilisierenden Bewuchses am Seeufer ist dokumentiert. Die Hochkippe, um etwa 8m abgetragen, die obere Baustraße gebaut, so neu gestaltet. Vom Harvester angefangen war auf der Kippe durchweg schwere Transporttechnik im Einsatz. Die Ausbaggerungen an der Uferlinie aber gaben der neu geformten Böschung offenbar den Rest. Nach Jahrzehnten kontinuierlichem Aufbaus, funktionierender Bewirtschaftung und florierendem Tourismus im wunderschönen natürlichem Umfeld hat die hier begründete Braunkohlenbergbau- Sanierung den See nunmehr komplett zerstört. Der kleine, "hochkippenbeladene" Ost-Uferbereich wurde durch die langfristigen Arbeiten offensichtlich so destabilisiert, das es in deren Folge zum Böschungsversagen kam. Das die LMBV einen gewichtigen Anteil an der Knappensee- Misere hat ist offenbar, die Verant- wortung der sächsischen Regierung, des Oberbergamtes, der Planer und Sachverständigen ebenso. Von all denen wird nun eine zügige Beseitigung des "Loches" erwartet. Erfahrungen haben die beteiligten Sanierer dazu in den vergangenen Jahrzehnten an anderen Standorten genug gesammelt. Notwendige Technik ist am See vor Ort. Um so schlimmer ist, das 1 Jahr vergehen soll, bis erst mal ein Plan dafür fertig ist. Das schreibt uns das Oberbergamt am 19.03.2021 ! Mit gleicher Untätigkeit wurden schon die Fertigstellungstermine 2019 gekündigt. Der See ist weder groß noch tief. Zum Verfüllendes des Loches liegen auch genügend Massen am und im See herum. Alle anderen Ufer sind angeblich "gesichert" ! Das Vorschieben des fehlenden Planes als Hinderungsgrund für die Seefreigabe 2022 ist das Letzte für die Glaubhaftigkeit der Behörde. Noch ist ein Jahr Zeit. Nach Seefreigabe 2022 können die "Sanierer", außerhalb der Saison, von uns aus bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag, mit partieller Baustellensicherung, am See-Krater herumwursteln.